Machtasymmetrien Im Gebärdensprachdolmetschen: Beschwerdemanagement Und Schlichtung ALS Beitrag Zur Professionalisierung

Machtasymmetrien Im Gebärdensprachdolmetschen: Beschwerdemanagement Und Schlichtung ALS Beitrag Zur Professionalisierung - Paperback

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Machtasymmetrien Im Gebärdensprachdolmetschen: Beschwerdemanagement Und Schlichtung ALS Beitrag Zur Professionalisierung

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by Anika Loidl-Wunder (Author)

In Deutschland mangelt es an formalisierten Beschwerde- und Schlichtungssystemen für Gebärdensprachdolmetscher*innen (GSD) und ihre Kund*innen. Ein Überhang von Machtmitteln erhöht das Risiko für GSD, sich gegenüber tauben Kund*innen repressiv zu verhalten. Beschwerde- und Schlichtungsstellen werden als Möglichkeit diskutiert, diese Machtasymmetrie zu reflektieren und zu bearbeiten und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu ermöglichen. Die empirische Fundierung umfasst Fokusgruppendiskussionen, begleitende Beobachtungen und Expert*inneninterviews und verfolgt einen möglichst partizipativen, community-basierten Ansatz. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Beschwerde- und Schlichtungsstelle einen Baustein für eine rechtebasierte, emanzipatorische Professionalisierung des Berufsstandes von GSD bildet. Allyship in der Dienstleistungsbeziehung wird so um machtkritische Perspektiven erweitert. Eine Beschwerde- und Schlichtungsstelle kann, über eine moralische Selbstverpflichtung Dolmetschender hinaus, als Einlösung der Rechte tauber Menschen verstanden werden.

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In Deutschland mangelt es an formalisierten Beschwerde- und Schlichtungssystemen f?r Geb?rdensprachdolmetscher*innen (GSD) und ihre Kund*innen. Ein ?berhang von Machtmitteln erh?ht das Risiko f?r GSD, sich gegen?ber tauben Kund*innen repressiv zu verhalten. Beschwerde- und Schlichtungsstellen werden als M?glichkeit diskutiert, diese Machtasymmetrie zu reflektieren und zu bearbeiten und eine Zusammenarbeit auf Augenh?he zu erm?glichen. Die empirische Fundierung umfasst Fokusgruppendiskussionen, begleitende Beobachtungen und Expert*inneninterviews und verfolgt einen m?glichst partizipativen, community-basierten Ansatz. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Beschwerde- und Schlichtungsstelle einen Baustein f?r eine rechtebasierte, emanzipatorische Professionalisierung des Berufsstandes von GSD bildet. Allyship in der Dienstleistungsbeziehung wird so um machtkritische Perspektiven erweitert. Eine Beschwerde- und Schlichtungsstelle kann, ?ber eine moralische Selbstverpflichtung Dolmetschender hinaus, als Einl?sung der Rechte tauber Menschen verstanden werden.

Die Autorin
Anika Loidl-Wunder
(M.A.) arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrende mit den Schwerpunkten Dolmetschpraxis, Dolmetschtheorie und Berufsethik. Seit 2020 ist sie als Dolmetscherin f?r Deutsche Geb?rdensprache und Deutsch t?tig und promoviert an der P?dagogischen Hochschule Heidelberg.

Author Biography

Anika Loidl-Wunder (M.A.) arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrende mit den Schwerpunkten Dolmetschpraxis, Dolmetschtheorie und Berufsethik. Seit 2020 ist sie als Dolmetscherin für Deutsche Gebärdensprache und Deutsch tätig und promoviert an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Number of Pages: 189
Dimensions: 0.44 x 8.27 x 5.83 IN
Illustrated: Yes
Publication Date: July 22, 2025

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