Vorhang Auf?: Ein Streifzug Durch Die Geschichte Der Opern-Ouvertüre - Hardcover
by Anselm Gerhard (Author)
Die Ouvertüre gehört zur Oper wie der Spitzenton in der höchsten Sopran- oder Tenor-Lage. Sollte man meinen. Dabei beginnt längst nicht jede Oper mit einer Ouvertüre.
Dieses Buch beschreibt Erscheinungsformen und Funktionen der instrumentalen Einleitung im Musiktheater vom Barock bis in die Moderne. Der Blick ist dabei auf den Zusammenhang zwischen Eröffnungsmusik und Bühnenhandlung gerichtet, auf etwas, was in der Frühzeit der Oper gerade nicht angestrebt worden war, sich dann aber Schritt für Schritt entwickelte.
So erzählt das Buch viele unbekannte Geschichten von konventionellen und vor allem unkonventionellen Lösungen, wie eine Oper eröffnet und ein Publikum zur Aufmerksamkeit gerufen wurde. Schon im 18. Jahrhundert gab es beispielsweise Pantomimen bei geöffnetem Vorhang - und zwar lange bevor 'moderne' Opernregie solche Aktionen traditionellen Ouvertüren hinzuerfinden sollte. Auch davon ist, in einem Bogen von Monteverdis "Orfeo" bis zu Brittens "Owen Wingrave", die Rede.
Back Jacket
Die Ouvert?re geh?rt zur Oper wie der Spitzenton in der h?chsten Sopran- oder Tenorlage. Sollte man meinen. Dabei beginnt l?ngst nicht jede Oper mit einer Ouvert?re, wie sie uns aus vielen italienischen und franz?sischen Opern vertraut ist. In diesem historischen ?berblick geht es vor allem um den Zusammenhang zwischen musikalischer Einleitung und B?hnenhandlung. Im Brennpunkt stehen - mehr als "typische" Ouvert?ren - zahlreiche charakteristische Ausnahmen. Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts finden sich immer wieder gewagte L?sungen f?r das Er?ffnungsst?ck im Musiktheater, zum Beispiel mit szenischen Aktionen bei ge?ffnetem Vorhang - lange bevor "moderne" Opernregie solcherlei traditionellen Ouvert?ren hinzuerfinden sollte.
Author Biography
Anselm Gerhard, renommierter Kenner der Oper des 19. Jahrhunderts, wirkte als ordentlicher Professor für Musikwissenschaft an der Universität Bern 1994 bis 2021. Er ist u.a. Herausgeber des Verdi-Handbuchs (in 2 Auflagen) und der Zeitschrift "verdiperspektiven" (seit 2016).