Russische Autokratie Und Europaische Medizin: Organisierter Wissenstransfer Im 18. Jahrhundert

Russische Autokratie Und Europaische Medizin: Organisierter Wissenstransfer Im 18. Jahrhundert - Paperback

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Russische Autokratie Und Europaische Medizin: Organisierter Wissenstransfer Im 18. Jahrhundert

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by Andreas Renner (Author)

Warum haben alle russischen Zaren im 18. Jahrhundert erheblichen Aufwand betrieben, um Arzte von westeuropaischen Universitaten abzuwerben und im eigenen Land eine entsprechende Medizinerausbildung einzurichten? Sicherlich war das fremde Wissen teuer und seine therapeutische Uberlegenheit fragwurdig - doch es half beim Aufbau einer Medizinalverwaltung, in der Standardisierung der Militarmedizin, in der Erziehung der Untertanen. Wie tief wirkte aber die neue Medizin tatsachlich in Kultur und Gesellschaft? Anhand von Fallstudien zu Krankheiten, Natur- und Korpervorstellungen lasst sich zeigen, dass zumindest in der Elite die sakulare, "westliche" Medizin Zuspruch fand, wenn sie auch die uberkommene Heilkunde nicht verdrangte. Der medizinische Wissenstransfer war nicht die naturliche Ausbreitung eines uberlegenen Wissens, sondern ein vielschichtiger Rezeptionsprozess - auf der politischen Ebene wie auf der personlichen.

Author Biography

1999: Promotion an der Universitat Bielefeld. 1998-99: Postdoctoral Research Fellow am Max-Planck-Institut fur Wissenschaftsgeschichte, Berlin. 2001-06: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universitat zu Koln. 2007-08: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universitat Tubingen. 2006-08: Gerda-Henkel-Forschungsstipendiat. 2008-09: Visiting Professor am Slavic Research Centre der University of Hokkaido. 2009: Habilitation an der Universitat zu Koln. Seit 2009: Privatdozent an der Universitat zu Koln. Seit 2010: Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Zurzeit Vertretung des Lehrstuhls fur osteuropaische Geschichte an der Universitat Bielefeld.

Number of Pages: 373
Publication Date: May 31, 2010

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